Akupunktur

Moxa

Nicht geruchlos, aber sehr wirksam...

bei Zuständen, die mit Kälte und energetischer Leere einhergehen ist die Anwendung von Moxa, chinesischem Beifuß (Artemisia chinensis). Sie wird auch als Moxibustion bezeichnet. Das Kraut wird verbrannt und die Hitze in geeigneter Form an Akupunkturpunkten appliziert:
  • direktes Moxa: das Verglimmen von kleinen Moxa-Kügelchen direkt auf der Haut. Hierzulande sieht man von dieser Möglichkeit wegen der Brandblasen, die dabei oft entstehen, ab.
  • Nadelmoxa: Stahlnadeln, deren Griff aus gewickeltem Kupferdraht besteht, werden an Akupunkturpunkten eingestochen und am Ende mit Moxakraut bestückt. Beim Verbrennen wird die Hitze in den Akupunkturpunkt geleitet, ohne die Haut zu verbrennen.
  • Nabelmoxa: diese Variante wird praktisch nur am Bauchnabel angewandt. In die Vertiefung des Bauchnabels wird Salz gegeben, darauf eine einige Millimeter dicke Ingwerscheibe gelegt, darauf ein Häufchen Moxakraut plaziert, das angezündet wird. Das Salz verhindert Verbrühungen durch heißen Ingwersaft.
  • Moxazigarre: in Zigarrenform gewickeltes Moxakraut wird angezündet. Akupunkturpunkte werden durch wiederholte kurze Annäherung der Glut an die Haut oberflächlich erwärmt.