Behandlung in der Homöpathie

Erstreaktion

... oder: warum sich der Homöopath freut, wenn es erst mal schlimmer wird. Teil 2

Nimmt ein Patient ein homöopathisches - also seinem Leiden ähnliches - Arzneimittel ein, passiert zunächst genau das Gleiche: die Erstwirkung tritt ein, das heisst, der Patient entwickelt Symptome entsprechend seiner Empfindlichkeit auf diese Arznei.

Nun ist in diesem Fall das Arzneimittel nicht zufällig oder willkürlich gewählt, sondern gezielt für diesen Patienten und seine Beschwerden ausgesucht. Das bedeutet, dass es eine hohe Übereinstimmung zwischen den Krankheitssymptomen des Patienten und damit dem Spektrum seiner individuellen Reaktionsmöglichkeiten einerseits und dem Wirkungsspektrum dieses Arzneimittels andererseits gibt.

Die Folge ist, dass die Erstwirkung im Sinne der Krankheitssymptome des Patienten verläuft, diese sich also verstärken. Darauf reagiert auch der Organismus des Patienten mit der Gegenregulation. Interessanterweise wird dadurch aber nicht nur die Erstwirkung aufgehoben, sondern auch die Krankheitsdynamik, die zur Verschreibung der Arznei geführt hat. Ist das nicht genial?

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